Montag, 25. März 2019

Frühlingsmahnwache

Die Blutpflaume blüht. Gestern ein paar vereinzelte Blüten, heute ist der ganze Baum in zartem Rosa explodiert. Für den Kitsch kann ich nichts, den macht die Natur alleine. Aprilwetter, Frühlingsregen. Sommergewitter.

18:00-18:30 Uhr Südermarkt
Meldorfer Montagsmahnwache für den sofortigen Atomausstieg

Samstag, 23. März 2019

Retourkutsche

Alles umgekehrt. Von der großen weiten Welt zurück in die Wattenmeereinsamkeit. Der Kater ist glücklich und immer noch gefräßig.
Die Retourkutsche kommt aus dem französischen "retour" für zurück. Im 19. Jahrhundert war das die regelmäßig hin- und herfahrende Kutsche im normalen Liniendienst. Heute, wo es keine Kutschen mehr gibt, wird eine kleinere oder größere Vergeltungsmaßnahme so bezeichnet.

Freitag, 22. März 2019

"Hooger Nüsse" in Leipzig

Afghanistan und Hallig Hooge - Poesie im Wattenmeer 

Eine Hallig ist eine Marschinsel. Nicht oder nur wenig geschützt, wird sie bei Sturmflut überschwemmt. Dann ist Landunter – im wahrsten Sinne des Wortes. Hooge ist die zweitgrößte der zehn Halligen im Nordfriesischen Wattenmeer und als einzige von einem Steindeich umgeben. Alle 100 Meter haben die Deicharbeiter eine Nummer
in den Stein gemeißelt, 110 insgesamt.
Diesem Rhythmus folgt die Erzählerin und Protagonistin. Sie ist von Beruf Aerokartografin und hat ihre Dunkelkammer im Taunus für unbestimmte Zeit verlassen. Ihr geschultes Auge sieht die Landschaft, die Menschen und ihre Beziehungen als geometrisches Muster im Auf und Ab der Tide. Als die Zeitläufte auch noch eine afghanische
Familie nach Hooge bringen, prallen mehrere Welten aufeinander – im Kopf und in der Wirklichkeit.
Menschen aus den Bergen und der Wüste treffen auf das Wasser und die Hooger. Ein außergewöhnlicher Text – streng strukturiert in einzelnen literarischen Schritten. Jede der 110 Textseiten besteht aus 100 Wörtern, jedes Wort
entspricht genau einem Meter auf der Deichlinie rund um die Hallig Hooge.
Judith Arlt hat ihr Jahr auf der Hallig Hooge als Halligschreiberin und Deutschlehrerin einer afghanischen Familie literarisch verarbeitet. Sie wird am Klavier begleitet von Sebastian Schwarze-Wunderlich, Kantor in Riesa, Opernsänger, Mitglied der St. Jürgen Blues Band, Crossovermusiker.

19 Uhr
Gohliser Schlößchen, Menckestr. 23, 04155, Leipzig (Nord)

https://www.leipziger-buchmesse.de/ll/veranstaltungen/32920

Donnerstag, 21. März 2019

Bahnfahrt

Ich fahre in die große weite Welt. In der Nacht wurde der Mond voll. Das heißt wir haben Tag- und Nachtgleiche. Frühlingsanfang war gestern. Also müsste nun am Sonntag Ostern sein, will man der Regel glauben, dass Ostern auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt. Ist aber in diesem Jahr anders, wir haben ein Osterparadoxon, genauer gesagt eine positive Äquinoktial-Paradoxie.
Der Kater ist nicht glücklich, sondern gefräßig. Er hat seine eigene große Welt! Für ihn stimmt am Himmel alles, aber im Haus wird es nun öde. Keine, die jederzeit und umsonst Streicheleinheiten verteilt. 

Mittwoch, 20. März 2019

Frühlingsanfang

Ich habe noch einiges zu tun. Packen. Gedanken sortieren. Farben sortieren. Muskeln sortieren. Catsitter instruieren. Kater mit Samthandschuhen anfassen! Den Jadebambus gießen, denn es soll nun warm werden. Das Fahrrad aus der Werkstatt abholen. Mit neuem Sattel! Das blaue Leihfarrad zurückbringen. Zum Trampolintrainig.

Dienstag, 19. März 2019

Wäschleine

Ich räume auf. Die Sonne scheint. Endlich kommt die Waschmaschine wieder einmal an die Reihe. Spanne neue Wäscheleinen.