Sonntag, 25. Oktober 2009
St. Crispin
"Die Fölmlis" sind zum Gedenktag des Schuhmacherpatrons im Liestaler Dichtermuseum gelandet.
Samstag, 24. Oktober 2009
Menznau 2
"Die Fölmlis" feiern weiterhin Premiere, von 10.00 bis 16.00 wird zu jeder vollen Stunde gelesen.
Freitag, 23. Oktober 2009
Menznau
"Die Fölmlis" feiern Premiere, siehe:
http://www.willisauerbote.ch/2009/10/ein-buch-zum-100jahrjubil%C3%A4um-der-schuhmacherei-f%C3%B6lmli-menznau.html
http://www.willisauerbote.ch/2009/10/ein-buch-zum-100jahrjubil%C3%A4um-der-schuhmacherei-f%C3%B6lmli-menznau.html
Sonntag, 18. Oktober 2009
Der letzte Strandtag
Wir haben beide alle Hände voll zu tun und lassen doch am Mittag alles einfach stehen und liegen. Einer plötzlichen Eingebung folgend, radeln wir kurzerhand ans Meer. Sonniger wird es in diesem Jahr nicht mehr. Heller auch nicht. Und wärmer sowieso nicht.
Dann hocken wir in eine Decke gehüllt nebeneinander auf dem Deich. Und glotzen aufs Wasser. Es ist da - obwohl wir damit nicht gerechnet hatten. Wir sind so unvermittelt aufgebrochen, dass nicht einmal mehr Zeit für einen Blick in den Tidenkalender war. Es sind auch viele Leute da. Mit Hunden und Kindern. Mit Handschuhen, Mützen, Schal. Mit Fahrrädern und Rollstühlen. Mit Luftschiffen, Drachen und anderen Fluggeräten.
Dann hocken wir in eine Decke gehüllt nebeneinander auf dem Deich. Und glotzen aufs Wasser. Es ist da - obwohl wir damit nicht gerechnet hatten. Wir sind so unvermittelt aufgebrochen, dass nicht einmal mehr Zeit für einen Blick in den Tidenkalender war. Es sind auch viele Leute da. Mit Hunden und Kindern. Mit Handschuhen, Mützen, Schal. Mit Fahrrädern und Rollstühlen. Mit Luftschiffen, Drachen und anderen Fluggeräten.
Freitag, 16. Oktober 2009
Die letzten Eulen
Wir haben zwei eiskalte Tage und zwei noch kältere Nächte hinter uns. Heute tobt der Sturm ums Haus, heizt die Luft wieder auf 10° auf und fegt die Bäume leer. Als ich am Nachmittag trotzdem aufs Fahrrad steige, um einzukaufen, beobachten mich zwei Eulen. Die eine hält sich tapfer im mittleren Ahorn fest, der schon fast alle Blätter verloren hat. Die andere sitzt im großen Ahorn, der über Nacht sehr blass und gelb geworden ist. Jetzt sitzt ihr da, rufe ich verwundert in das Tosen des Windes. Und sie nicken. Ja, jetzt sitzen wir da. Den ganzen Sommer über haben uns die Krähen mit ihrem ewigen Gezänk tagsüber keine Ruhe gelassen. Die eine würgt zwei Gewölle hervor. Das sind die Überreste von mindestens zwei Mäusen. Ich bin zufrieden, sie sind gesund.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Der erste Frost
Die Äpfel sind noch nicht gepflückt, die Tomaten hängen dicht wie überdimensionierte Trauben in der immer noch wärmsten Ecke des Gartens. Dort, wo die Vorbesitzer den Kompost aufschichteten und die sonst so karge Geesterde offensichtlich gut genährt ist. Auch die wärmste Ecke im Garten wird kalt, wenn die Nachttemperatur unter den Gefrierpunkt fällt.
W. sagt, das sei nur Raureif, und steigt auf sein Fahrrad. Ich schließe das Gartentor hinter ihm und fahre mit dem Finger über die glitzernde stachlige Masse auf dem Holz. Reine Luft ist das nicht, reines Eis auch nicht. Weder Sonne, Schnee noch Regen. Weiß und widerspenstig zugleich. Ein Signal. Der Winter kommt.
W. sagt, das sei nur Raureif, und steigt auf sein Fahrrad. Ich schließe das Gartentor hinter ihm und fahre mit dem Finger über die glitzernde stachlige Masse auf dem Holz. Reine Luft ist das nicht, reines Eis auch nicht. Weder Sonne, Schnee noch Regen. Weiß und widerspenstig zugleich. Ein Signal. Der Winter kommt.
Sonntag, 11. Oktober 2009
Kastaniensuppe
Wir mussten uns lange gedulden. Die Edelkastanie hat schon haufenweise Früchte abgeworfen, aber dürre, trockene, unausgereifte. Ich fegte sie alle erbarmungslos in die Biotonne.
Aber nun ist es so weit. Ein halbes Jahr schon liegt Friedas Kastaniensuppenrezept (eigentlich ist es ein Marronisuppenrezept) in der Küche, ordentlich zusammengefaltet in der Soup Bible.
Ich ritze die prallen Marroni kreuzweise ein und koche sie ziemlich lange. Allerdings ohne die im Rezept angegebene Speckschwarte. Das Wasser wird braun, ich schütte es weg. Lasse die aufgeplatzten Marroni etwas abkühlen und schäle sie. Eine Fummelarbeit. Erfordert das Fingerspitzengefühl, das Musterschülerinnen abgeht. Dann püriere ich die Marroni mit etwas Hühnerbrühe. Gieße noch einen halben Liter Brühe auf, gebe einen Gutsch Olivenöl dazu (Speckschwartenersatz), würze vorsichtig mit Paprika, Pfeffer und Kreuzkümmel. Zum Schluss binde ich mit Sojamilch ab (statt Sahne, wie im Rezept). Schmeckt himmlisch!
Mein Kastaniensammler ist so begeistert, dass er nichts anderes mehr essen will.
Aber nun ist es so weit. Ein halbes Jahr schon liegt Friedas Kastaniensuppenrezept (eigentlich ist es ein Marronisuppenrezept) in der Küche, ordentlich zusammengefaltet in der Soup Bible.
Ich ritze die prallen Marroni kreuzweise ein und koche sie ziemlich lange. Allerdings ohne die im Rezept angegebene Speckschwarte. Das Wasser wird braun, ich schütte es weg. Lasse die aufgeplatzten Marroni etwas abkühlen und schäle sie. Eine Fummelarbeit. Erfordert das Fingerspitzengefühl, das Musterschülerinnen abgeht. Dann püriere ich die Marroni mit etwas Hühnerbrühe. Gieße noch einen halben Liter Brühe auf, gebe einen Gutsch Olivenöl dazu (Speckschwartenersatz), würze vorsichtig mit Paprika, Pfeffer und Kreuzkümmel. Zum Schluss binde ich mit Sojamilch ab (statt Sahne, wie im Rezept). Schmeckt himmlisch!
Mein Kastaniensammler ist so begeistert, dass er nichts anderes mehr essen will.
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