Donnerstag, 12. Mai 2011

Repowering

Repowering ist ein deutsches Wort aus der Welt der erneuerbaren Energien. Repowering meint das Ersetzen älterer Windenergie-Anlagen durch neue, leistungsstärkere Maschinen. Bei anderen Energieerzeugungsanlagen wird von "Kraftwerksneubau" gesprochen, auch wenn nie ein Kraftwerk vorhanden war, und schon gar kein neues Kraftwerk gebaut wird.
In Kuden (südöstliches Dithmarschen, zwischen Eddelak und Buchholz, nahe am Nord-Ostsee-Kanal), lese ich, sei das Repowering nicht möglich. Die vier Windenergieanlagen, die seit 18 Jahren auf dem Geestrücken standen, sind hoffnungslos veraltet. Sie wurden gestern innerhalb weniger Stunden demontiert. Ein nordfriesischer Makler verkaufte sie ins Ausland. Zwei gehen nach Polen, eine nach Estland, die vierte nach England.
Gegen das Repowering sprach nicht die Vernunft, sondern die Landschaft. Der Übergangsbereich von Marsch zu Geest, das Geotop Klevkante, die naturräumlich reich strukturierte Geest. Mit anderen Worten: Die vier Anlagen standen mitten im Naturschutzgebiet und genossen lediglich Bestandschutz. Gebaut wurden sie angeblich "ohne rechte Genehmigung". Hätte ein Blitz eine Anlage zerstört, hätte auch keine neue mehr errichtet werden dürfen.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Lachseeschwalben

Die Lachseeschwalben sind vom Aussterben bedroht. Bundesweit kommen sie nur noch im Wattenmeer vor. Letztes Jahr brüteten hier 42 Paare: eines auf Föhr, 25 im Vorland des Neufelder Koogs sowie 16 südlich vom Hafen im Friedrichskoog. Aber kaum ein Jungvogel konnte von den Altvögeln in den letzten zehn Jahren aufgezogen werden. Hohe Sommerfluten vernichteten immer wieder Gelege. Und wenn die Vögel das Hochwasser überstehen, verhungern die Küken oft.
Lachseeschwalben ernähren sich anders als andere Seevögel von Feuchtgrünland, wo sie Mäuse, Frösche und Insekten finden. In Dithmarschen ist das Hinterland aber mittlerweile ökologisch verarmt und wenig nahrungsreich. Die Lachseeschwalben vom Friedrichskoog müssen auf der Jagd nach Regenwürmern in den zehn Kilometer entfernten Kaiser-Wilhelm-Koog fliegen. 
Letztes Jahr, als es im Juni heiß und trocken wurde, verendeten sämtliche Küken innerhalb einer Woche.

Dienstag, 10. Mai 2011

Epenwöhrdenermoor 3

209 Monate verheiratet
In der Mitte Dithmarschens!

Epenwöhrdenermoor 2

Die Mitte Dithmarschens
Wir trafen uns immer schon beim Klimabaum 1 bzw. in der Mitte Dithmarschens, wenn W. von Heide nach Hause kam und ich ihm von Meldorf entgegenfuhr. Nur war er, der Baum, früher noch nicht da, wo sie, die Eiche seit ein paar Tagen Wurzeln schlagen soll. Der erste Klimabaum Deutschlands ist eine fünfjährige Eiche. Sie hat bereits mehr Jahre im Stamm, als wir im Amt Mitteldithmarschen leben.

Epenwöhrdenermoor

Klimabaum 1
Der erste Klimabaum Deutschlands wurde am 4. Mai im Epenwöhrdenermoor gepflanzt. An der Landstraße 147 von Fiel nach Hesel , an den Koordinaten 54.1275°N, 9.1129°E. Dies ist der exakte Mittelpunkt des Landkreises Dithmarschen. Errechnet von der Stiftung Klimawald mit einem 60-eckigen Polygon, bestätigt vom Katasteramt Meldorf.  




Montag, 9. Mai 2011

8. Mahnwache in Meldorf

Fukushima ist überall - AKWs jetzt abschalten

heute 18:00-18:30
Meldorf, Südermarkt

bitte Trommeln und Rasseln mitbringen!

Das Moratorium endet und alles bleibt, wie es war
zum Nachlesen hier: http://www.contratom.de/nachrichten/?id=34352

Sonntag, 8. Mai 2011

Katzenhai

Im Aquarium des Multimar Wattforums ist der erste von fünf Kleingefleckten Katzenhaien geschlüpft und auf den Namen "Fred" getauft worden. Fred ist zehn Zentimeter lang und nach der Geburt die ersten Wochen blind. Er lebt deshalb im Quarantänebecken, bis er die Augen öffnet und gut frisst. Dann zieht er um ins Prielbecken. In den nächsten Tagen werden noch vier weitere Katzenhaie schlüpfen, wer Glück hat, kann dabei zusehen. Fred ist unbeobachtet mitten in der Nacht zur Welt gekommen.