Der Schweizer Komponist Klaus Huber, der als 15-Jähriger dank seinen Komponistenvaters die Uraufführung von Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug mit Béla Bartók am einen, seiner Frau Ditta Pásztory am anderen Klavier, leibhaftig miterlebt hatte, wird heute 90 Jahre alt.
Polykulturelle Musik schreibt er, der versierte Geiger, sagt man. Komponieren sei für ihn, sagt er selber, "ein Akt der Befreiung, immer auf die Zukunft gerichtet". Er musste sich aus einer "störungsanfälligen Konstellation" zu seinem Schul- und Kirchenmusikervater befreien. Die Wörter sind wundersam. "Zwergenmenuett" heißt ein uveröffentlichtes Jugendwerk. Alle großen Künstler haben unveröffentlichte Werke. Er hänge "schief in der Zeit" bezeugen ihm die Manager des Avantgarde-Betriebs. Er begibt sich in die innere Emigration, inszeniert verbraucht geltende Intervalle, monumentale Oktaven, Terzenstudien. Später fügt er Dritteltöne und Vierteltöne ein, entdeckt konstruktive und expressive Möglichkeiten. Im Alter erforscht er die arabische Musik, verleibt sie sich ein.
Heute sagt die Fachwelt, sein Kammerkonzert aus dem Jahr 2002 "Die Seele muss vom Reittier steigen" könnte als sein Vermächtnis gelten. Eine Metapher für die Komplexität polykulturellen Zusammenlebens, jenseitS von Exotismus und Effekt.
Sonntag, 30. November 2014
Samstag, 29. November 2014
"Birkenstockrassisten"
In Bern ist es am Tag vor der Ecopop-Abstimmung alles andere als gemütlich. Nach einem Gang durchs Schweizerische Literaturarchiv und einem Besuch beim Bleistiftmeister Robert Walser, ziehe ich von dannen. Lasse die Birkenstockrassisten (s.u.) ihr Werk vollenden und eile mit Kandahars an den Füßen, den wärmsten Schuhen überhaupt (swissmade, ich bin die wandelnde Inkonsequenz), zurück ans Wattenmeer.
http://www.n-tv.de/politik/Birkenstockrassisten-machen-dicht-article14045501.html
http://www.n-tv.de/politik/Birkenstockrassisten-machen-dicht-article14045501.html
Freitag, 28. November 2014
Schweren Herzens ...
... mache ich mich auf den Weg, verlasse die neuen Fenster, die wieder hergestellte Ordnung, den besseren Durchblick, am ersten wirklich frostigen Meldorfer Morgen. Und begebe mich in eine windstille Welt. Nach Bern. Denn "Bern ist überall" (Spoken Word Performance). Zum Festakt 40 Jahre ch Reihe. Mit u.a. einer szenischen Aufführung von Franz Hohles “Totenmügerli” in vier Sprachen. Und einem Apéritif dînatoire.
Donnerstag, 27. November 2014
Rückkehr
Bis wieder Ruhe eingekehrt in ein Haus, dessen obere Etage drei Tage lang den Tischlern gehörte. Und Ordnung. Bis alles wieder an seinem Platz ist, ich am Schreibtisch und die Gedanken sortiert. Heute war der Heizungsmonteur da. Der ist vergleichsweise still wieder gegangen, ohne Spuren zu hinterlassen.
Mittwoch, 26. November 2014
Dienstag, 25. November 2014
Montag, 24. November 2014
187. Mahnwache in Meldorf
18:00 - 18:30 Südermarkt
Meldorfer Mahnwache für den sofortigen Atomausstieg.
Im Norden Naganos bebt die Erde mit 6,8.
Meldorfer Mahnwache für den sofortigen Atomausstieg.
Im Norden Naganos bebt die Erde mit 6,8.
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