Ich hingegen bin gesund. Was meine müde Schilddrüse nicht mehr selber schafft, bekommt sie nun medikamentös zugeführt. Der Arzt ist mit den Laborwerten zufrieden und meint, dass es mir nun "eigentlich" gut gehen müsse.
Donnerstag, 15. März 2012
Mittwoch, 14. März 2012
Aromatische Amine
Studien über die Gesundheitsgefährdung durch Haarfärbemittel gibt es seit über zehn Jahren. Bereits nach einem Jahr verdoppelt sich das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken für Frauen, die sich einmal im Monat die Haare färben. Nach 15 Jahren Haarefärben steigt die Gefahr auf das Dreifache. Frisöre oder Frisörinnen haben nach einem Jahr Berufsausübung bereits eine fifty-fifty-Chance, nach zehn Jahren eine fünffach erhöhte Chance, ein Blasen- oder Harnleiterkarzinom zu entwickeln.
Als ich vor Jahren beschloss, meine Haare nicht mehr zu färben, weil ich keine Lust mehr hatte, mir dieses stinkende Zeug alle paar Wochen auf den Kopf zu schmieren, das ja gesund gewiss nicht sein kann (so meine laienhafte Begründung, ich hatte keine Ahnung von Studien und Statistiken), lachte mich meine damalige Kreuzberger Frisöse aus. Es sei nur zu empfehlen, gab sie allerdings zu bedenken, nach dem Haarefärben viel zu trinken. Darüber musste ich dann lachen.
Dabei gibt es hier gar nichts zu lachen. Sogenannte aromatische Amine, Arylamine, Aniline - Farbstoffbausteine, die Hauptbestandteile von Haarfarben - sind krebserregend. Dies wurde in Tierversuchen nachgewiesen. In fast allen dieser Farbstoffbausteine ist das giftige 2,5-Toluylendiamin enthalten. Bei Versuchen mit Ratten schädigte es den ungeborenen Nachwuchs, bei Bakterien veränderte es das Erbgut. Aromatische Aniline sind fettlöslich, der Mensch nimmt sie über die Haut auf und scheidet sie mit dem Urin wieder aus. Logischerweise reichern sich sie Abbaustoffe in der Blase an. Sie muss also die höchste Konzentration dieser Gifte aushalten und fällt als erste um.
Auf allen Verpackungen von Haarfarben wird empfohlen, beim Färben Handschuhe zu tragen und den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten zu vermeiden. Sogar die Kleidung, falls frau oder man welche trägt, soll geschützt werden, da eventuelle Spritzer dauerhafte Flecken hinterlassen. Aber dass und wie die Menschen ihre Kopfhaut schützen sollen, verrät niemand.
Als ich vor Jahren beschloss, meine Haare nicht mehr zu färben, weil ich keine Lust mehr hatte, mir dieses stinkende Zeug alle paar Wochen auf den Kopf zu schmieren, das ja gesund gewiss nicht sein kann (so meine laienhafte Begründung, ich hatte keine Ahnung von Studien und Statistiken), lachte mich meine damalige Kreuzberger Frisöse aus. Es sei nur zu empfehlen, gab sie allerdings zu bedenken, nach dem Haarefärben viel zu trinken. Darüber musste ich dann lachen.
Dabei gibt es hier gar nichts zu lachen. Sogenannte aromatische Amine, Arylamine, Aniline - Farbstoffbausteine, die Hauptbestandteile von Haarfarben - sind krebserregend. Dies wurde in Tierversuchen nachgewiesen. In fast allen dieser Farbstoffbausteine ist das giftige 2,5-Toluylendiamin enthalten. Bei Versuchen mit Ratten schädigte es den ungeborenen Nachwuchs, bei Bakterien veränderte es das Erbgut. Aromatische Aniline sind fettlöslich, der Mensch nimmt sie über die Haut auf und scheidet sie mit dem Urin wieder aus. Logischerweise reichern sich sie Abbaustoffe in der Blase an. Sie muss also die höchste Konzentration dieser Gifte aushalten und fällt als erste um.
Auf allen Verpackungen von Haarfarben wird empfohlen, beim Färben Handschuhe zu tragen und den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten zu vermeiden. Sogar die Kleidung, falls frau oder man welche trägt, soll geschützt werden, da eventuelle Spritzer dauerhafte Flecken hinterlassen. Aber dass und wie die Menschen ihre Kopfhaut schützen sollen, verrät niemand.
Dienstag, 13. März 2012
Der Dreizehnte
Ein ganz normaler Tag. Ich verlasse mit W. am Morgen das Haus. Wir fahren zusammen nach Heide. Er zur Arbeit an die Hochschule, ich zum Blutabnehmen zum Hausarzt. Noch immer ist die Schilddrüse ein Rätsel. Dann kaufe ich, soviel Zeit bleibt bis zur Abfahrt des Zuges, zweieinhalb Kilo Vogelsand für mein diesjähriges Karottenexperiment. Lange rote stumpfe ohne Herz. Nantaise 2. Harlekin Mischung. Ascania F1-Hybride. Es wird empfohlen, die Samen mit Sand zu mischen, dann verteilen sie sich besser. Einen noch besseren Start ins Gemüsebeetleben garantiere ich den Keimlingen, wenn ich die Samen vermischt mit feuchtem Sand vier bis fünf Tage in einem Plastikbeutel bei Zimmertemperatur quellen lasse. Ich fahre nach Meldorf zurück und kaufe auf dem Heimweg 5 Tüten blühende Samenmischung "Schnecken-Schreck". Zu Hause setze ich mich an den Schreibtisch. Nach einer halben Stunde bin ich durchgefroren. Die Heizung funktioniert nicht. Alle Heizkörper in dieser Haushälfte sind kalt. Die Elektronik am Gasbrenner in der Garage meldet nichts Außerordentliches. Ich rufe unsere nordfriesische Heizungsfirma an. Der Monteur verspricht, vor dem Mittag da zu sein. Nach einer Viertelstunde klingelt stattdessen das Telefon, er habe, sagt der Nordfriese, das Problem erkannt. Aus der Ferne. In seinem Kopf. Wahrscheinlich, sagt er, liege es am nicht funktionierenden Umschalter von Warmwasserzubereitung zu Heizen. Er bittet mich, die Heizungsanlage einmal ganz ausschalten. Und dann wieder einschalten. Sofort wird es wieder warm ums Herz. Er werde die Herstellerfirma benachrichtigen, verspricht er und legt auf. Morgen früh wird nach der automatischen Nachtabschaltung die Heizung wieder nicht anspringen. Noch ist es kalt draußen. Im Wohnzimmer entdecke ich die ersten Ameisen. Wenn Ameisen sich im Haus breit machen, ist der Winter vorbei. Ich danke für das Signal aus dem Boden und stelle eine Giftdose auf. Dann setze ich mich wieder an den Schreibtisch.
Montag, 12. März 2012
52. Mahnwache in Meldorf
Wir gedenken am ersten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima der Opfer und wenden uns gegen die weitere Nutzung der Atomenergie in Deutschland, in Europa, weltweit!
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr acht AKWs abgeschaltet. Eine erster großer Erfolg der Anti-Atom-Bewegung. Aber: Neun AKWs sind noch am Netz, die letzten sechs sollen erst 2021/2022 abgeschaltet werden. Darunter ist auch das AKW Brokdorf, das ganz Norddeutschland bedroht. Im Standortzwischenlager auf seinem Gelände stapelt sich hochradioaktiver Atommüll. Sowohl das Kraftwerk wie das Zwischenlager sind gegen Naturkatastrophen wie Sturmfluten oder Flugzeugabstürze mit schweren Maschinen nicht ausreichend gesichert. Solche Bedrohungen sind uns jahrelang als "Restrisiko" zugemutet worden. Seit Fukushima wissen wir, dass dieses Restrisiko ein Risiko ist! Brokdorf muss abgeschaltet werden. Ein Ausstieg sieht anders aus! Schluss damit! Atomausstieg jetzt!
52. Mahnwache in Meldorf: Südermarkt 18:00 - 18:30
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr acht AKWs abgeschaltet. Eine erster großer Erfolg der Anti-Atom-Bewegung. Aber: Neun AKWs sind noch am Netz, die letzten sechs sollen erst 2021/2022 abgeschaltet werden. Darunter ist auch das AKW Brokdorf, das ganz Norddeutschland bedroht. Im Standortzwischenlager auf seinem Gelände stapelt sich hochradioaktiver Atommüll. Sowohl das Kraftwerk wie das Zwischenlager sind gegen Naturkatastrophen wie Sturmfluten oder Flugzeugabstürze mit schweren Maschinen nicht ausreichend gesichert. Solche Bedrohungen sind uns jahrelang als "Restrisiko" zugemutet worden. Seit Fukushima wissen wir, dass dieses Restrisiko ein Risiko ist! Brokdorf muss abgeschaltet werden. Ein Ausstieg sieht anders aus! Schluss damit! Atomausstieg jetzt!
52. Mahnwache in Meldorf: Südermarkt 18:00 - 18:30
Sonntag, 11. März 2012
Fukushima: erster Jahrestag
Wir umzingeln das AKW Brokdorf!
Grüner Bus aus Nordfriesland:
Niebüll ZOB 8:25 Uhr
Leck ZOB 8:45 Uhr
Bredstedt Bahnhof 9:15 Uhr
Husum ZOB 9:45 Uhr
Tönning Bahnhof 10:15 Uhr
Heide Markt 10:50 Uhr
Brokdorf an 12:00 Uhr
Rückfahrt: Brokdorf ab 16:00 Uhr, Niebüll an gegen 19:30
Grüner Bus aus Nordfriesland:
Niebüll ZOB 8:25 Uhr
Leck ZOB 8:45 Uhr
Bredstedt Bahnhof 9:15 Uhr
Husum ZOB 9:45 Uhr
Tönning Bahnhof 10:15 Uhr
Heide Markt 10:50 Uhr
Brokdorf an 12:00 Uhr
Rückfahrt: Brokdorf ab 16:00 Uhr, Niebüll an gegen 19:30
Samstag, 10. März 2012
Gemüsebeet 2
Frisch gepflügt, geharkt, gedüngt, gestreichelt, gehegt, gepflegt - einen Monat früher als letztes Jahr (da lag noch Schnee!), pünktlich zum 219. Ehemonat!
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