Montag, 29. Juli 2013

Sonntag, 28. Juli 2013

Der Sonntag

Wir hängen wie tote Fliegen herum. Die Regentonne ist über Nacht vollgeworden, während ich vier bedeutungsschwere polnische Wörter fand: "lustro tremo" (poln. tremo - zu frz,. trumeau, Pfeilerspiegel) und "okno weneckie" (venezianisches Fenster, bzw. dreiteiliges Fenster). Darauf baue ich jetzt meine Argumentation auf. Ein Gedankengebäude.

Samstag, 27. Juli 2013

Die Hitze

Wir schlafen, seit wir aus Can Ribes zurück sind - gab es vom Haus am Bach schon ein Foto?
Can Ribes bei Sonnenaufgang
bittesehr - unten auf den Tatamis. Oben ist es zu stickig. Trotzdem ist an Ausschlafen nicht zu denken. Erst für den Abend sind Gewitter, Sturmböen und Starkregen angesagt. Also kein Ausflug zum Meer.

Freitag, 26. Juli 2013

Die Freiheit

Die ersten fünf Heuler wurden gestern zwischen Trischen und der Sandbank D-Steert freigesetzt, lese ich beim Frühstück im Garten in der Zeitung. Sie haben ihr Auswilderungsgewicht erreicht. Danach kann ich den alten Rasenmäher (er hat Bauchschmerzen, oder zwei Steine drücken auf die Magenwand oder die Nierengegend) nur mit einer List (zur Seite legen, streicheln und gut zureden) überzeugen, noch einmal für mich anzuspringen und den verwilderten, kleeblühenden Rasen abzumähen. Du bekommst einen Akku-Rasenmäher, verspricht W. von der Gartenbank aus. Kabellose Freiheit! Mit MultiMulchKit. Damit entfällt (bei fleißigem Mähen, was meine Sache nicht ist) die Entsorgung des Grasschnittes. Das abgeschnittene Gras wird gut zerkleinert und entfasert und beim Mähen als Mulch in die Grasnarbe verteilt. Mein wildblühender Klee natürlich auch.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Das Mitbringsel

Ein Wassermelonensuppenrezept. Die kalte Suppe gab es am letzten Tag mittags an der kühlen Ecke in Girona, wo wir schon am ersten Tag zu Abend gegessen hatten und wo ein auf der Strasse spielendes Kind gegen 23 Uhr fast von einem Auto, das zu dieser nachtschlafenden Zeit in den engen Gassen noch unterwegs war, überfahren wurde.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Die Welt am Wattenmeer

erreichen wir am Abend während am Stadtrand von Santiago de Compostela ein Hochgeschwindigkeitszug aufgrund überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve fliegt. Wir sind am Morgen mit so einem Zug in knappen 40 Minuten von Girona nach Barcelona gebraust. Mir wird in diesen Zügen immer schlecht, auch in nicht problematischen Kurven.
Der Kühlschrank ist leer. Im Garten finden wir eine erste Zucchini, Zwiebeln und schwarze Johannisbeeren. Dem Bambus geht es gut. Die Tomaten blühen. Um sie und meine Basilikumplantage hat sich der Nachbar gekümmert. Ein erstes Gewitter zieht auf.

Dienstag, 23. Juli 2013

Die geknüpfte Welt

Wir verbringen den Tag in der Kathedrale von Girona. Auf dem geknüpften Schöpfungsteppich (11. Jahrhundert, "einzigartig in der mittelalterlichen Kunst der westlichen Welt") die vier Winde: Septentrio (Norden) - Auster (Süden), Cephirus (Westen) - Subsolanus (Osten).
Am Abend Konzert mit den Ariosa Singers aus Swansea. Wir hören die Kathedralorgel, die wie ein mächtiger Holzschrank im Mittelschiff steht. Sowie klare Stimmen aus Südwales. Die Winde aus Norden oder Osten bescheren derweil Donner, Regen und Abkühlung. Eine Handvoll Zuhörer klatscht eine walisische Zugabe herbei.